Spec Ops – The Line – PC Version

 

 

 

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Spec Ops – The Line – PC Version

Dieser Test befasst sich in erster Linie mit der PC-Version, wobei das nur in Bezug auf die Technik bzw. die Steuerung relevant sein dürfte.Doch das Spiel erzählt eine Geschichte, die sehr viel wichtiger als die Technik des Titels ist.

 

Die Technik
Die Grafik sieht im Spiel selbst sehr ordentlich aus. Gerade die Sandstürme, durch die man sich in einzelnen Passagen des Spiels bewegen kann, wirken äußerst bedrohlich und zugleich sehr realistisch. Die verletzten Menschen erscheinen ebenfalls erschreckend realistisch und auch die Soundkulisse unterstreicht diesen teilweise bedrückenden Eindruck. Vom Stöhnen bis zum Schreien der Verletzten wird dem Spieler hier kein grausames Detail der Folgen seines Handelns erspart. Die immer übler zugerichtete Spielfigur und seine beiden Begleiter wurden auch mit viel Detailversessenheit umgesetzt.

Doch wo heller Sand liegt, ist auch bestimmt feuchter, gelb gefärbter Sand dabei:
In diesem Spiel scheinen die Soldaten allesamt hohe Spielschulden offen und den Lebenswillen verloren zu haben. Die KI reagiert teilweise so was von selbstmörderisch, dass man fast glauben könnte, es wäre Absicht gewesen sie so schlecht darzustellen!

Einige Zwischensequenzen wurden direkt statt in der Spielgrafik in einer anderen Auflösung als 1920×1080 gerendert und dann beim Abspielen hochgerechnet. Dadurch wirken diese Videos arg unscharf und pixeliger als die restliche, ansonsten saubere Optik des restlichen Spiels.

 

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Die Story
Die Dialoge sind gut vertont und tragen viel zur Wirkung des Spiels bei.  Ganz klar überstrahlt die Story des Spiels sämtliche anderen Aspekte und auch viele der oben genannten Defizite. Der Spieler übernimmt die Rolle von US-Delta Force Captain Martin Walker, der mit seinen beiden Team-Mitgliedern in die von Sandstürmen zerstörte und isolierte Stadt Dubai gesandt wird. Dort befindet sich ebenfalls das 33. Bataillon mit ihrem Colonel Konrad, die kurz vor dem letzten Sturm desertiert sind. Konrad hat Walker bei einem anderen Einsatz in der Vergangenheit das Leben gerettet. Walker will sich dafür revanchieren und herausfinden, was mit seinem ehemaligen Vorgesetzen passiert ist.
Doch der Einsatz erweist sich als unerwartetet schwierig, als die drei Soldaten in die Wirren eines Bürgerkriegs oder einer Rebellion gegen die Besatzung durch das 33. Bataillon und dem CIA gezogen werden. Immer wieder wird Walker vor Entscheidungen gestellt, die der Spieler für ihn fällen muss.

Beispielsweise werden zwei Menschen an Seilen vor ihm herunter gelassen. Einer ist ein Wasser-Dieb und der andere ein Soldat, der bei der Festnahme des Wasserdiebs die gesamte Familie des Diebes ermordet hat. Die drei Delta Force Soldaten sind von Scharfschützen umstellt und werden von Colonel Konrad gezwungen einen der beiden für sein Verbrechen zu bestrafen. Fast jede dieser Entscheidungen hat tödliche Konsequenzen und einen wirklich „richtigen Weg“ scheint es eigentlich nicht zu geben.

Im Laufe des Spiels bekommt Walker psychische Probleme und beginnt immer verzweifelter seine teilweise drastische Vorgehensweise vor seinen beiden Partnern und sich selbst zu verteidigen. Spätestens nach „zivilen Kollateralschäden“ nähert er sich immer schneller einem Zusammenbruch. Das Finale der Geschichte, welche in 15 Kapiteln erzähl wird, kann durch Entscheidungen des Spielers kurz vor dem Ende ebenfalls noch beeinflusst werden. Wirklich erfreulich ist aber keines der Enden. Es gibt einfach keinen „richtigen Weg„.

Fazit

Dieses Spiel schaffte es, dass ich über die Ereignisse darin außerhalb des Spiels nachdachte und warf für mich moralische Fragen auf, wie es zuletzt nur die Episoden-Adventures von The Walking Dead geschafft haben.
Wer sich mit etwas eintönigen Spielabschnitten abfinden kann, sollte diesem Spiel eine Chance geben. Inzwischen ist der Preis auch nicht mehr wirklich ein Hinderungsgrund.

Die mir bis dato einzigartige Geschichte dieses Spiels, machte es einigermaßen erträglich nach ca. 6 Stunden Gameplay am Ende angelangt zu sein.

Den Multiplayer-Modus habe ich nicht gespielt, da es mir nicht motivierend genug schien, um damit stundenlang online zu spielen.

Wer ein Fan von Ego Shootern der ersten Stunde ist und wem eine schnell durchschaubare Stoy nichts ausmacht ,eine klare Empfehlung !

 

 

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Quelle Bilder :(Eigene Screenshots)

Kommentare der Redaktion


Bildschirmfoto 2016-02-22 um 19.03.40

 

 

„Scheinbar ein Shooter der nicht nur 0815 Kost ist, und noch ein bisschen zum Nachdenken anregt. Leider nur für PC und daher nichts für mich“

 

 

 


 


 

Author Patrick
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Categories Tests
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